schuelerVZ wird geschlossen: Die VZ-Netzwerke endgültig am Ende?

// 8. April 2013 // 21:04 Uhr

Es war 2006 und eine neue Plattform namens studiVZ machte soziale Netzwerke in Deutschland so richtig populär. Diskussionen über geklaute Ideen – Facebook – oder geklaute Daten – die der Nutzer – bestimmten die Sturm und Drang-Phase. Und es wurde deutlich, das nicht nur in den USA Jungunternehmer mit den Fotos, Nachrichten und Profilen von bald Millionen von Nutzern Geld verdienen, ja sogar Multimillionäre werden können. Doch zum Ende der “Nuller”-Jahre begann das bröckeln der erfolgreichsten Netzwerkgruppe aus Deutschland: Bald gab es Vorraussagen, wann die VZs ohne Nutzer auskommen müssen, zuletzt Mitte 2012.

Jetzt ist es soweit: Mit schülerVZ schließt die erste der drei (meinVZ und studiVZ) Plattformen. Fast schon wie Satire liest sich der Hinweis auf die Kettenbriefe, die besonders in der Anfangszeit von sozialen Netzwerken zum Tagesgeschäft gehörten und von “Gebühren” oder der “Abschaltung” sprachen, wenn nicht dieselbe Nachricht flux weiterversendet würde.

Wichtig ist: Mit der Schließung werden alle deine Inhalte und Daten vollständig und unwiederbringlich gelöscht.

Dieser Satz in der Ankündigung der Schließung zum 30. April 2013 lässt noch einmal kurz aufhorchen. Und hier mag man ihm wirklich glauben schenken, selbst wenn die VZs mittlerweile britischen Investoren gehören. Ende letzten Jahres betrug der Anteil der Seitenaufrufe von schülerVZ im kompletten VZ-Netzwerk rund 40 Prozent. Wohl nur eine Frage der Zeit, bis die andauernden Vorraussagen der Netzgemeinde zum Ende der “VZs” Wirklichkeit werden.

Google Reader Alternative selfoss: Eigenen webbasierten Feed-Reader betreiben

// 7. April 2013 // 14:04 Uhr

Der Google Reader schließt zum 1. Juli 2013 seine Pforten. Landauf landab werden Alternativen präsentiert. Wer weiter webbasiert seine Feeds lesen möchte und nicht auf spezielle Browsererweiterungen oder Handyapps zurückgreifen möchte, muss allerdings ein wenig suchen. Eine Möglichkeit bietet sich mit der Open Source Software selfoss von Tobias Zeising.

Vorraussetzungen

  • Ein eigener Webserver, der PHP-Dateien ausführen kann (ein kostenfreier Anbieter wie bplaced reicht aus)
  • Eine Möglichkeit Cronjobs auszuführen (auf cronjob.de geht das kostenfrei)
  • Zur Verwaltung der Daten ist die Nutzung von MySQL-Datenbanken möglich, aber nicht erforderlich (die Daten werden dann in Datenbankdateien direkt auf den Server gespeichert)

Installation

  1. Herunterladen der aktuellen Version von selfoss und entpacken der ZIP-Datei
  2. Hochladen der Ordner und Dateien auf den Server
  3. Den Ordnern data/cache, data/favicons, data/logs, data/thumbnails, data/sqlite und public/ volle Schreibrechte gewähren
  4. Die Datei default.ini kopieren, in config.ini umbenennen und bearbeiten und auf den Webserver hochladen (weitere Infos in der Dokumentation, für die Basisfunktionalität ist eine Bearbeitung erstmal nicht nötig)
  5. Den Cronjob so einstellen, dass er regelmäßig http://deineurl/update abruft

Intergration der Google Reader-Feeds

  1. In Google Takeout einen Datenexport generieren und diesen herunterladen
  2. Aus der ZIP-Datei die subscriptions.xml herausnehmen und unter http://deineurl/opml hochladen

selfoss integriert dann alle bisher im Google Reader gelesenen Feeds. Die Anwendung ist nicht nur unter freier Lizenz, sondern auch kostenlos. Sie bietet die Möglichkeit eines Zugangs mit Nutzernamen und Passwort (dazu unter http://deineurl/password den Hash-Code für das Passwort generieren und in die config.ini eintragen) und ist in deutscher Sprache verfügbar. Mit einigen Einstellungen in der config.ini lässt sich die Ausgabe der Feeds anpassen.

Vorteile

  • Die Daten liegen auf den Webservern, auf denen ich sie ablege und es ist “in meiner Hand”, was mit ihnen geschieht
  • Installation geht leicht von der Hand und selfoss ist gut dokumentiert

Nachteile

  • Wer bisher exzessiv Google-Dienste nutzte, muss nun (wie bei allen anderen Alternativen) eine weitere Software nutzen
  • Die Software erfordert einen eigenen Webspeicherplatz

Handy Prepaid-Tarif-Vergleich: simyo vs. congstar

// 23. März 2013 // 12:03 Uhr

simyo und congstar sind zwei der größeren Prepaid-Anbieter auf dem deutschen Handymarkt und bedienen zusammen etwa 4 Millionen Kunden. Die beiden Tarife simyo 9-Cent-Tarif und congstar Prepaid unterscheiden sich nach nähererer Betrachtung nur in kleineren Punkten. Ein wesentlicher Unterschied sind die unterschiedlichen Netze.

congstar profitiert von der Mutter Deutsche Telekom, simyo ist Tochterunternehmen von E-Plus und nutzt entsprechend dieses Netz. simyo bietet mehr zusätzliche Pakete an und kann bei Flatrates für größere Internet-Datenvolumen punkten. congstar ist bei der netzinternen Flatrate (von congstar zu congstar) günstiger und bietet außerdem eine netzinterne Flatrate mit SMS an.

Paket
simyo
congstar
Anmerkungen
Flat Netz intern3,90 €2,90 €
Flat Netz intern mit SMS3,90 €
Flat Festnetz9,90 €9,90 €
Flat SMS9,90 €9,90 €Begrenzung congstar auf 3.000 SMS
Flat Internet Tag 200MB0,99 €
Flat Internet 100MB4,90 €3,95 €Umgerechnet von congstar 200MB
Flat Internet 200MB9,80 €7,90 €Umgerechnet von simyo 100MB
Flat Internet 500MB9,90 €
Flat Internet 1GB9,90 €12,90 €
Flat Internet 3GB14,90 €19,90 €
Flat Telefon 100 Minuten6,90 ?€
Paket 200 (SMS, Minuten, 500MB)16,90 €
Paket 100 (SMS, Minuten, 200MB)9,90 €
All Net (Telefon, 24 Monate, 500MB)19,90 €
All Net (Telefon, ohne Laufzeit, 500MB)24,90 €simyo All Net ohne Laufzeit mit 19,90 € Einrichtungsgebühr
Flat SMS (24 Monate)5,00 €
Flat Internet 1GB (24 Monate)5,00 €
Einrichtungsgebühr4,90 €9,99 €
Startguthaben5,00 €10,00 €bei congstar für Neukunden, sonst 5,00 €
NetzE-PlusTelekom
Monatliche Grundgebührkeinekeinemonatliche Kosten können durch die Flats/Pakete anfallen
Partnerlink zum Anbietersimyo Prepaid bestellencongstar Prepaid bestellen

Die Angaben sind mit Stand von der Veröffentlichung dieses Beitrags und können sich selbstverständlich ändern.

Wikipedia TopTen 2012: Sackgasse – Deutschland – Nekrolog 2012

// 27. Dezember 2012 // 12:12 Uhr

Sackgasse, Deutschland und Nekrolog 2012 sind die am meisten gelesenen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia im Jahr 2012. Was sagt das über die Nutzerinnen und Nutzer der Online-Enzyklopädie aus? Das Heimatland scheint viele Nutzer weltweit in die verschiedenen Sprachversionen zu locken: Russland in Russland, Polen in Polen, Brasilien in der portugiesischen Version und Rumänien in der rumänischen landeten jeweils auf Platz Eins. Facebook, der meistbesuchte Artikel in der englischsprachigen Wikipedia, landet in Deutschland zwar nur auf Platz zehn ist aber in vielen der 35 Sprachversionen die auf Wikimedias Toolserver ausgewertet wurden in der Top Ten wiederzufinden.

Und eine kleine Anekdote für Verschwörungstheoretiker ist auch dabei: Der siebte Buchstabe im Alphabet ist in der deutschsprachigen Wikipedia auf Platz sieben gelandet. Und hier die zehn beliebtesten Artikel im Überblick:

  1. Sackgasse (~10,2 Millionen Views)
  2. Deutschland (~6,4 Millionen Views)
  3. Nekrolog 2012 (~6,1 Millionen Views)
  4. How I Met Your Mother (~5,3 Millionen Views)
  5. The Big Bang Theory (~4,9 Millionen Views)
  6. Fußball-Europameisterschaft 2012 (~4,8 Millionen Views)
  7. G (~3,7 Millionen Views)
  8. Two and a Half Men (~3 Millionen Views)
  9. Game of Thrones (~2,9 Millionen Views)
  10. Facebook (2,8 Millionen Views)

Garmin Nüvi 2545: Alarmton bei Geschwindigkeitsüberschreitung deaktivieren

// 16. Dezember 2012 // 14:12 Uhr

Der Alarm bei zu hoher Geschwindigkeit ist bei Garmin-Navigationsgeräten gewöhnlich sehr scharf eingestellt. Schon ab einem km/h Überschreitung der im Kartenmaterial gespeicherten Höchstgeschwindigkeit erklingt ein Warnton. Dieser lässt sich deaktivieren. Nicht jedoch, wie der Nutzer vielleicht zunächst vermutet im Punkt Einstellungen > Alarme, sondern an anderer Stelle. Um den Alarmton zu deaktivieren bei einem Garmin Nüvi 2545 oder einfach wie folgt vorgehen:

  1. Auf Einstellungen tippen
  2. Auf Karte und Fahrzeug tippen
  3. Mit der Taste ? (Pfeil nach unten) im Menü nach unten scrollen
  4. Unter Tempoalarme den Haken aus dem Kästchen entfernen

Der Alarmton bei Geschwindigkeitsüberschreitungen sollte nun deaktiviert sein.