Webdesign: Freie Icon-Bibliotheken für @font-face

Die folgende Übersicht zeigt eine Vielzahl an Icon-Bibliotheken unter freier Lizenz, die mittels @font-face im Webdesign eingesetzt werden können. Alle Schriften dieser Auswahl können bei kommerziellen Projekten eingesetzt werden. Jedoch sollte beim Herunterladen die jeweilige Lizenz nochmals überprüft werden, da sich diese bei neuen Versionen ändern kann.

Name
Anzahl der Icons
Lizenz
Font Awesome479OFL
IconMoon Limited450CC-BY oder GPL
Typicons336OFL
Foundation Icons283MIT-License (laut CSS-Datei im Downloadpaket)
entypo250+CC-BY-SA
Open Iconic223/OFL
Sosa160+Frei für kommerzielle und private Nutzung
Heydon Pickering Fonts (zwei Schriftarten)116OFL
Raphaël Icon-Set110+MIT License
Genericons110+GPL 2
Modern Pictograms102OFL
Just Vector100+Free Art License

Audio-Bearbeitung: Version 2.0.6 von Audacity veröffentlicht

Die Version 2.0.6 der freien Software Audacity wurde veröffentlicht. Nach knapp einem Jahr erfolgt nun eine Aktualisierung der Audio-Software, die für Windows-, Mac- und Linuxsysteme verfügbar ist. Neben der Behebung verschiedener Fehler wurden diverse Verbesserungen beim Interface und den Audio-Effekten vorgenommen. Auch die neue portable Version, etwa für die Verwendung vom USB-Stick aus, steht bereits zu Verfügung.

Facebook: Automatische Videowiedergabe deaktivieren

Facebook ermöglicht seit Kurzem die automatische Wiedergabe von Videos zu deaktivieren. Dazu kann unter Einstellungen > Videos bei “Videos automatisch abspielen” die Option “Aus” gewählt werden. Das Deaktivieren der Funktion in der Facebook-Handyapp ist auf einer eigenen Hilfeseite erklärt. Hier kann die Wiedergabe generell deaktiviert, oder so konfiguriert werden, dass sie nur bei WLAN-Nutzung anspringt.

Web-Update von ownCloud über Administrationsbereich

An der Aktualisierungsfunktion über den Administrationsbereich scheint bei ownCloud ordentlich geschraubt worden zu sein. Im Zuge dessen wurde die Anleitung für das Update von owncloud bei uberspace aktualisiert.

Wem gehört die Wikipedia?

In der aktuellen Diskussion um den neuen Medienbetrachter in der deutschsprachigen Wikipedia kam es zu einer Machtprobe zwischen von Autoren gewählten Administratoren und der Betreiberin der Wissensplattform, der Wikimedia Foundation (WMF). Ein Meinungsbild hatte ergeben, dass sich 190 von 262 teilnehmenden Nutzern für eine standardmässige Abschaltung der neuen Funktion aussprechen. Nach Feststellung dieses Ergebnisses meldete sich Fabrice Florin, Produktmanager bei der WMF zu Wort und verkündete, dass diesem Wunsch nicht nachgekommen werde. Seitdem versteift sich die Diskussion darauf, dass das Ergebnis des Meinungsbildes umzusetzen sei. Ein neues Meinungsbild, dass den Mitarbeitern der WMF die übergeordneten Rechte entziehen soll, findet innerhalb kürzester Zeit viele Unterstützer.

Kern des aktuellen Konflikts zwischen einigen Autoren in der deutschsprachigen Wikipedia und der WMF ist aber nicht die Frage nach der Qualität oder der Funktion des Medienbetrachters. Vielmehr geht es darum, wer in der Wikipedia das letzte Wort hat. Der Konflikt ist im Bereich der Open Source-Bewegung nichts Neues. Regelmäßig kommt es zu Forks oder Projektausstiegen, weil sich Mitwirkende uneinig sind. Prominentes Beispiel ist die Aufspaltung der freien Bürosoftware in OpenOffice und LibreOffice. Auch hier gab es Uneinigkeit zwischen ehrenamtlich Mitarbeitenden und der Firma Oracle die die Namensrechte besaß. In der Geschichte der Wikipedia gab es bereits mehrfach den Schritt zum Fork, so beispielsweise in der spanischen oder auch der deutschsprachigen Wikipedia, wie z. B. das Projekt PlusPedia.

Open Source bzw. Open Content (in der Wikipedia) funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Beteiligte lizensieren das Ergebnis ihrer eingebrachten Arbeitskraft in einer Form, die Verbreitung, Vervielfältigung, Nutzung und Weiterverarbeitung ermöglicht. Dabei gibt es verschiedene Philosophien, doch das Grundprinzip bleibt immer gleich. Bezogen auf die Wikipedia verschenken die Urheber von Texten das Recht diese beliebig zu vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen, sowie gestatten die Bearbeitung der Inhalte. Dezidiert liest sich das in den Nutzungsbedingungen so:

Wobei Ihnen [beim Beitragen zum Projekt bzw. der Bearbeitung von Inhalten] Folgendes bewusst ist: Sie stellen Ihre Beiträge unter einer freien Lizenz ein – Sie müssen Beiträge und Bearbeitungen, die Sie auf einer unserer Seiten oder in einem unserer Projekte einbringen, grundsätzlich einer freien und offenen Lizenz unterstellen (außer Ihr Beitrag ist gemeinfrei).

Anders liese sich ein Projekt wie die Wikipedia auch gar nicht betreiben. Die Betreiberin, hier die Wikimedia Foundation, würde mit der Bereitstellung der Artikel permanent Urheberrechtsverletzungen begehen, weil sie unmöglich die Rechte bei jedem einzelnen Nutzer einholen kann. Ähnlich funktionieren übrigens auch dezidiert soziale Netzwerke. In diesem Punkt sind sich die Nutzungsbedingungen von Facebook und der Wikipedia gar nicht so fremd.

Wem gehört also die Wikipedia um auf die Frage dieses Artikels zu kommen? Ideell und ein wenig philosophisch betrachtet der Menschheit, die gemeinsam Wissen sammelt und rezipiert. Die Inhalte sind frei. Der Name und die (meiste) Infrastruktur – dazu gehört neben den Servern etwa auch die Rechtsvertretung – in der sie betrieben wird der Wikimedia Foundation (WMF). Solange sich Autoren unter diesem Namen und auf diesen Servern tummeln und dort gemeinsam Wissen sammeln, geschieht das zu den Regeln der WMF.

Um das zu pointieren: In den Anfangsjahren der Wikipedia wurde kontrovers über die Finanzierung der Infrastruktur durch Werbeanzeigen diskutiert. Auch wenn diese Frage zur Zeit vom Tisch ist und die Strukturen der Foundation dies mittlerweile erschweren würden. Es ist nicht vollständig undenkbar das die WMF Werbeanzeigen zur Finanzierung der Infrastruktur einführt, insbesondere wenn das Fundraising irgendwann nicht mehr so erfolgreich verläuft wie derzeit. Die Autoren, die die Regeln der Mitarbeit in der Wikipedia mit ihren Beiträgen dort akzeptieren, müssten sich damit abfinden.

Doch der Fork – wenn auch bei der Stellung der Wikipedia ein äußerst herausforderndes Unterfangen – wäre nicht weit und so ist es letztendlich wie in jedem größeren Open-Source-Projekt: Es gibt einen ständigen Aushandlungsprozess zwischen den Betreibern und denen, die einen Beitrag leisten. Diesem wird sich auch die aktuelle Debatte um Medienbetrachter und “superprotect”-Rechte stellen müssen.

Open Source Webmail-Software: Erste Beta von Mailpile

Mailpile könnte der nächste große Fang im Bereich der OpenSource-Webmail-Software sein. Vom derzeitigen Platzhirsch roundcube unterscheidet sich Mailpile im Wesentlichen durch eine nativ integrierte Verschlüsselung per OpenPGP und einer Oberfläche, die von der Nutzbarkeit her an zeitgemäße Webmailanwendungen wie GoogleMail angelehnt ist. Kurzum: Wer bisher von GoogleMail wegen der Oberfläche und Funktionalität nicht wegkommt und schon immer seine selbstgehosteten E-Mails über eine adäquate OpenSource-Lösung verwalten wollte, könnte mit dem über Crowdfunding finanzierten Projekt die Nadel im Heuhaufen finden.

In den kommenden Tagen soll nun – nachdem der Quellcode schon seit Projektstart verfügbar ist – die erste Betaversion veröffentlicht werden. Damit sind die isländischen Entwickler, die diese für den Spätsommer 2014 angekündigt hatten, im Zeitplan. Mailpile – momentan noch in der Alpha-Version – kann übrigens live in einer Demo ausprobiert werden.

ownCloud 7.0.1 veröffentlicht

Nur etwa zwei Wochen nach der Veröffentlichung des letzten großen Versionssprungs bei ownCloud, schieben die Entwicklet nun erste Verbesserungen hinterher. Version 7.0.1 bringt die Behebung verschiedener Fehlfunktionen mit sich. Das Update ist mit der Datei unter https://download.owncloud.org/community/owncloud-7.0.1.tar.bz2 (z.B. auf dem uberspace) möglich.

ownCloud 7: Verbesserungen bei Dateisharing

Soeben wurde Version 7 von ownCloud veröffentlicht. Unter Anderem wurde das Dateisharing-Konzept gründlich verbessert. So ist es nun möglich Dateien zwischen zwei unabhängig von einander operierenden ownClouds zu teilen. Eine Auswahl der weiteren Änderungen und Verbesserungen:

  • Verbesserung der Dateiansicht und Responsives Interface für Tablets und Mobiltelefone
  • Neben ODT-Dateien können nun auch DOC-Dateien online bearbeitet werden
  • Erweiterung der Datei- und Ordner-Benachrichtigungen etwa beim Teilen eines Ordners
  • Verbesserung der Nutzerverwaltung und leicht veränderbare E-Mail-Templates

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Mozilla Firefox und Google Chrome mit maximalem Datenschutz nutzen

Alle Kniffe bei der Konfiguration des Browser zu finden ist oft gar nicht so einfach. Da trifft es sich gut, wenn es Anleitungen für die zwei meistgenutzten Browser gibt um diese in punkto Datenschutz adäquat einzustellen. Im Blog mkln.org sind bebilderte Anleitungen zu finden, die auch abundan aktualisiert werden:

werkenntwen schließt zum 2. Juni

Nach schülerVZ geht das nächste soziale Netzwerk aus Deutschland seinem Ende entgegen. Vor einem halben Jahr hatte eine Umfrage ergeben, dass werkenntwen immerhin noch 8% Marktanteil besitzt. Für die Betreiberfirma RTL Interactive ist die Reichweite nun nicht mehr ausreichend. Das Angebot sei langfristig nicht wirtschaftlich aufrecht zu erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Zum 2. Juni 2014 wird werkenntwen abgeschaltet.

Mittels einer Exportfunktion sollen Nutzer die Möglichkeit haben ihre Daten zu sichern. Ein letzter Satz in der Pressemitteilung lässt noch aufhorchen. Demnach bewertet RTL Interactive die Berücksichtigung deutscher Datenschutzregelungen eher als nachteiligen Faktor.