Videoplattformen – Boom und die Folgen

Nachdem Videoplattformen wie YouTube, Google Video oder eine ihrer unzähligen Klone ein immer rießigeres Maß an Popularität gewinnen, hat der Internetanbieter Yahoo! jetzt nachgezogen. Mit einer deutsprachigen Plattform mit dem nicht gerade einfallsreichen Namen „Yahoo! Video“ will man wohl am Boom teilhaben. 820 Millionen Videostreams wären über „Yahoo! Video“ schon zu finden, jetzt also auch in Deutsch.

Aber auch die altgediente Konkurenz schläft nicht. So plant YouTube einen Dienst speziell für Mobiltelefonen, um den Übergang zwischen Internet und Handy noch gleitender zu gestalten. Google sieht das Ganze übrigens mit Stiehlaugen und will das Videoportal für 1,65 Milliarden US-Dollar kaufen. Aber auch Netzgigant Lycos will den Trend nicht verschlafen. Mit „Lycos Cinema“ weicht mann dort jedoch vom klassischen Konzept ab und verlangt vom Besucher Internet Explorer und Windows Media Player 10. Nicht gerade nutzerfreundlich, was in Frage stellt ob das Konzept eines Vertriebs- und Werbekanals für 18- bis 35-Jährige aufgeht.

Überfliegt der Nutzer diese blühende Videolandschaft, sieht er wohl in Zukunft das Video vor lauter Plattformen nicht mehr. Außerdem warnen nicht zuletzt Sicherheitsexperten vor den Gefahren dieser ausufernden Entwicklungen. „Broadcast yourself“ – der Slogan von YouTube – könnte also bald „Search yourself“ in einem Wirrwarr aus Web 2.0 – Videoangeboten heißen.

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