Tracking im Kindergarten: Bildungsdokumentation via App

Die Idee des Trackings ist offenbar im Elementarbereich angekommen. Helen Knauf diskutiert die Frage, ob Smartphone-Apps ein hilfreicher Beitrag zur Dokumentation von Bildungsprozessen im Kindergarten sein können. Im Fokus steht dabei die Annahme eine Dokumentation in digitaler Form, könne zu einer Vereinfachung und Verbesserung dieser führen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „iKita“ wurden 266 Fachkräfte, sowie 546 Eltern aus NRW befragt. Bei den Fachkräften stößt die Dokumentation via App mit rund 60 Prozent auf Ablehnung, 20 Prozent sind unentschlossen. Bei den Eltern lehnen circa 40 Prozent eine solche ab, 15 Prozent sind unentschlossen.

Die gegenüber einer Dokumentation per App oder E-Mail positiv eingestellten Eltern erhoffen sich mehr Einblick in den Kindergartenalltag. Auf der Seite der Fachkräfte wird sich eine bessere Einbeziehung der Kinder als Vorteil versprochen.

Vier wesentliche Gegenargumente wurden von Helen Knauf herausgearbeitet: Datenschutz, Zeitkonkurrenzen, Persönlicher Kontakt und Ablenkung.

Eine Fachkraft schreibt: „[…] Diese Infos und Daten haben im Internet (z.B. via App) nichts zu suchen.“

Apps und E-Mails können demnach aus Sicht der Befragten nicht den direkten Kontakt zwischen Eltern, Erziehern und Kindern ersetzen. Eltern sehen darüber hinaus das „E-Mail schreiben“ als Konkurrenz in der Frage, wieviel Zeit noch direkt mit den Kindern verbracht werden kann.

Passend zu den Datenschutz-Bedenken einer solchen Form der Bildungsdokumentation hat sich mkalina kürzlich Gedanken über die neuen Features für Eltern und ihre Babys auf Facebook gemacht.

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