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Open Source Webmail-Software: Erste Beta von Mailpile

Mailpile könnte der nächste große Fang im Bereich der OpenSource-Webmail-Software sein. Vom derzeitigen Platzhirsch roundcube unterscheidet sich Mailpile im Wesentlichen durch eine nativ integrierte Verschlüsselung per OpenPGP und einer Oberfläche, die von der Nutzbarkeit her an zeitgemäße Webmailanwendungen wie GoogleMail angelehnt ist. Kurzum: Wer bisher von GoogleMail wegen der Oberfläche und Funktionalität nicht wegkommt und schon immer seine selbstgehosteten E-Mails über eine adäquate OpenSource-Lösung verwalten wollte, könnte mit dem über Crowdfunding finanzierten Projekt die Nadel im Heuhaufen finden.

In den kommenden Tagen soll nun – nachdem der Quellcode schon seit Projektstart verfügbar ist – die erste Betaversion veröffentlicht werden. Damit sind die isländischen Entwickler, die diese für den Spätsommer 2014 angekündigt hatten, im Zeitplan. Mailpile – momentan noch in der Alpha-Version – kann übrigens live in einer Demo ausprobiert werden.

ownCloud 6.0.2 veröffentlicht

Die Version 6.0.2 der freien Websoftware ownCloud wurde veröffentlicht. Neben einigen Sicherheits- und Funktionsfixes, wurde die Performance des Papierkorbs verbessert. Mit der Datei unter http://download.owncloud.org/community/owncloud-6.0.2.tar.bz2 kann ein Update (z.B. auf dem eigenen uberspace) oder eine Neuinstallation durchgeführt werden.

ownCloud Client 1.5.1 veröffentlicht

Der ownCloud Client hat eine Aktualisierung erfahren. Mit der Version 1.5.1 werden einige Fehlfunktionen repariert. Außerdem wird ein automatischer Updater eingeführt, der die Software künftig aktuell halten soll. Bisher erhielten Nutzer bei der Verfügbarkeit neuer Versionen eine Nachricht und mussten dann die Installationsdatei von Hand von der ownCloud-Website herunterladen. Die neue Funktion lässt sich auch deaktivieren.

ownCloud: Standard App nach Login festlegen

ownCloud ermöglicht die standardmäßige Ansicht der Dateien nach der Anmeldung durch eine App zu ersetzen. Dazu muss die config.php im Ordner config um Folgendes ergänzt werden:

$CONFIG = array (
 // Hier stehen weitere Einstellungen, wie etwa die Zugangsdaten zur Datenbank
 'defaultapp' => 'roundcube',
);

Im obigen Beispiel wird die Roundcube-Mail-App anstelle der Dateiübersicht angezeigt. Mit diversen Apps sollte dies funktionieren, mit der News-App funktioniert es leider von Hause aus noch nicht.

Update von owncloud bei uberspace

So lief die Aktualisierung von owncloud bei uberspace bei mir ohne Probleme:

Zunächst mit Putty (oder vergleichbaren Client) den eigenen uberspace kontaktieren (username.hostname). Im Beispiel wird davon ausgegangen, dass die owncloud-Installation im Ordner /var/www/virtual/username/html/owncloud liegt. username und hostname sind im Zweifelsfall im Datenblatt zu finden.

Anschließend in das Verzeichnis wechseln in dem der owncloud-Ordner liegt:

cd /var/www/virtual/username/html

Zuerst wird eine Sicherungskopie erstellt (bei Verwendung einer MySQL-Datenbank diese zunächst sichern, z.B. über adminer oder phpadmin, zugänglich über das Datenblatt):

rsync -a owncloud/ owncloud_backup/

Die neuste Version von owncloud auf den Server kopieren:

wget http://download.owncloud.org/community/owncloud-5.0.11.tar.bz2

Die Versionsnummer im Dateinamen muss in diesem und auch im nächsten Schritt entsprechend angepasst werden. Im Anschluss wird die Datei auf dem Server entpackt:

mkdir owncloud_latest; tar -C owncloud_latest -xjf owncloud-5.0.11.tar.bz2

Im Anschluss werden die Dateien im owncloud-Ordner aktualisiert:

rsync --inplace -rtv owncloud_latest/owncloud/ owncloud/

Im nächsten Schritt die eigene owncloud-Installation im Browser aufrufen. Die Aktualisierung wird nun durchgeführt und – wenn alles geklappt hat – mit „Please reload this page“ quitiert. Daraufhin die Website aktualisieren und das Update sollte abgeschlossen sein.

Zu guter letzt wird auf dem Server aufgeräumt.

rm -rf owncloud-5.0.11.tar.bz2 owncloud_latest/

Sollte alles rund laufen, kann auch noch das Backup gelöscht werden:

rm -rf owncloud_backup/

Grundlage dieses Vorgehens war die Anleitung im offiziellen owncloud-Administratorenhandbuch.

Sollte doch mal etwas schief gehen, hilft folgende Eingabe, die ursprüngliche Version wiederherzustellen:

rsync --inplace -rtv owncloud_backup/ owncloud/

Web-Update ab Version 7

Seit Version 7 scheint die Update-App von ownCloud rund zu laufen und eine Aktualisierung über den Administrationsbereich möglich zu machen.

  1. Backup der ownCloud erstellen (Dateiensicherung über den obigen Weg möglich; Datenbank nicht vergessen)
  2. Administration auswählen
  3. Unter Updater auf Update Center klicken
  4. Dort Update durchführen auswählen und auf Update klicken
  5. Die Seite aktualisieren und weiteren Anweisungen folgen

Sollte das Update Center nicht verfügbar sein muss die Updater-App zunächst im Apps-Menü aktiviert werden. Detailierte englischsprachige Informationen in der ownCloud-Dokumentation.

Garmin Nüvi 2545: Alarmton bei Geschwindigkeitsüberschreitung deaktivieren

Der Alarm bei zu hoher Geschwindigkeit ist bei Garmin-Navigationsgeräten gewöhnlich sehr scharf eingestellt. Schon ab einem km/h Überschreitung der im Kartenmaterial gespeicherten Höchstgeschwindigkeit erklingt ein Warnton. Dieser lässt sich deaktivieren. Nicht jedoch, wie der Nutzer vielleicht zunächst vermutet im Punkt Einstellungen > Alarme, sondern an anderer Stelle. Um den Alarmton zu deaktivieren bei einem Garmin Nüvi 2545 einfach wie folgt vorgehen:

  1. Auf Einstellungen tippen
  2. Auf Karte und Fahrzeug tippen
  3. Mit der Taste Pfeil nach unten im Menü nach unten scrollen
  4. Unter Tempoalarme den Haken aus dem Kästchen entfernen

Der Alarmton bei Geschwindigkeitsüberschreitungen sollte nun deaktiviert sein.

Individuelle Mauszeiger: .png, .gif und .jpg in .cur oder .ani umwandeln

Mit ein wenig CSS kann man mittlerweile in vielen Browsern individuelle Mauszeiger realisieren. Ein Problem bei der Abwärtskompatibilität ist, das Internet Explorer 8 und älter nur Dateien im .cur-Format annehmen, nicht jedoch .png-, .gif oder .jpg-Dateien. Eine einfache, kostenlose Softwarelösung dafür ist der Greenfish Icon Editor Pro. Per Drag & Drop können Bilddateien auf die Programmoberfläche gezogen und sofort danach als .cur-Datei gespeichert werden. Die Website des Herstellers scheint offline zu sein, aber bei Chip steht das Tool beispielsweise bereit. Neben .cur sind auch animierte Cursor mit dem Format .ani und das Icon-Format .ico möglich. Für die Umwandlung in das .ico-Fomat kann übrigens auch das multifunktionale XnView genutzt werden. Das glänzt zwar mit weitaus mehr Funktionen, kann allerdings keine Cursor-Dateien speichern.

Geteilten Ordner in Dropbox verlassen

Die Funktion geteilter Ordner in Dropbox bringt viele Möglichkeiten zur effektiven Zusammenarbeit. Schnell kann jedoch der Speicherplatz der Dropbox ausgereizt sein, insbesondere, wenn nur das kostenfreie Paket genutzt wird. Mit folgenden Schritten kann ein nicht mehr benötigter Ordner wieder verlassen werden, ohne den Inhalt für die anderen Nutzer zu löschen.

  1. Die Dropbox auf dem Computer aufsuchen
  2. Den gewünschten Ordner mit Rechtsklick anwählen, daraufhin Dropbox und dann Auf Dropbox Website suchen … auswählen
  3. Die Dropbox-Website öffnet sich mit dem ausgewählten Ordner
  4. Im Menü auf Freigabeoptionen klicken
  5. Im aufgehenden Fenster den Reiter Mitglieder auswählen
  6. Auf Freigeg. Ordner verlassen klicken
  7. Je nach Wahl die Option Ich möchte eine Kopie dieser Dateien behalten an oder abwählen
  8. Auf Freigeg. Ordner verlassen klicken

Der Ordner wird nun aus der Dropbox entfernt bzw. es werden Kopien behalten, aber die Verbindung mit den anderen Nutzern wird entfernt. Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden. Um wieder den geteilten Ordner zu betreten, wird eine neue Einladung eines Ordnermitglieds benötigt.

Hinter LibreOffice steht ab sofort eine Stiftung

Diskussionen über den Einfluss des Unternehmens Oracle bei der freien Software OpenOffice.org haben vor einiger Zeit zu einer Abspaltung einer großen Zahl der ehrenamtlichen Entwickler beim Projekt geführt. Ein Ergebnis war die Veröffentlichung von LibreOffice, dass seither parallel zu OpenOffice.org entwickelt wird. Hinter LibreOffice und der damit zusammenhängenden „The Document Foundation“ stand bisher der Verein Freies Office Deutschland e.V., der ursprünglich den Namen OpenOffice.org Deutschland e.V. trug.

Heute gaben die Engagierten bekannt, dass in Berlin die gegründete Stiftung „The Document Foundation“ nun ihren Rechtsstatus erlangt hat und damit handlungsfähig ist. Als Stiftungszweck wurde die Förderung unter anderem von Wissenschaft und Forschung, sowie bürgerschaftlichen Engagements durch die Förderung freier Software festgelegt. Dies soll unter anderen durch die Verbreitung der Software und ihrer kulturellen Ideale erreicht werden.

VLC Media Player 2.0 erschienen

Im Bereich Audio und Video der Open-Source-Software ist der VLC Media Player längst eine feste Größe. Nun ist die lang erwartete Version 2.0 „Twoflower“ erschienen. Wie gewohnt unterstützt der VLC – kurz für VideoLanClient – die meisten Audio- und Videoformate. Unter anderem mit folgenden Neuerungen und Verbesserungen kann der Majorrelease aufwarten:

  • Komplette Überarbeitung der Videoausgabe
  • Neue visuelle Filter
  • Dynamischer Audiokompressor
  • Experimentelle Unterstützung für BluyRay-Discs
  • Neues Userinterface für Mac-User
  • Verbesserte Browserintegration

Die neue Version kann hier heruntergeladen werden.