Was die öffentlich-rechtlichen im Internet noch lernen könnten – und was sie schon können

Mit großer Freude nehme ich wahr, dass die öffentlich-rechtlichen Sender sich immer weiter auch mit ihrem Bewegtbildern in das Internet wagen. Vor bald einem Jahr haben sie das Experiment gewagt, über Zattoo ihre Inhalte live zu senden. Nach dem ZDF hat nun auch die ARD  schon bald ein Jahr eine Mediathek. Immer mehr Inhalte werden – besonders von den Dritten Programmen oder Radiosender – auch als Podcast zur Verfügung gestellt. Doch Zattoo sollte kein Experiment bleiben. Derzeit läuft das Streamingangebot in einer Testphase noch bis zum 1. April. Ob danach der Bildschirm schwarz bleibt ist noch offen. Eine Weiterführung wäre erfreulich.

Der NDR hat es mit seinem Satire-Format “Extra3″ vorgemacht: Brauchbare Lizenzen für die Netzkultur sind möglich. Mediale Inhalte wachsen durch Remixe und Mash-Ups. Schön, wenn das wie im Fall von Extra3 mit eine Creative Commons Lizenz möglich ist, wie es beispielsweise neben diesem Beitrag auf YouTube zu lesen ist. Die ARD hat sich nun nach dem ZDF auch auf die Videoplattform YouTube getraut. Ein kleiner Fortschritt – ein größerer wäre noch mehr Inhalte zum legalen Remix zu lizenzieren und die Inhalte auch einbindbar zu veröffentlichen. Wird sich ein Blogger wohl für einen Schmidt&Pocher-Mitschnitt entscheiden den ein YouTube-Nutzer zum einbinden eingestellt hat, oder den der ARD, bei dem dies nicht möglich ist? Klar, keiner will, dass kommerzielle Medienanbieter mit gebührenfinanzierte Geld machen können, aber so ein Klick auf ein Video bringt auch allerhand Klicks auf verwandte Videos auf der Plattform mit sich.

Aber es gibt auch weitere Lichtblicke im Umgang der öffentlich-rechtlichen mit dem Netz. “Bauerfeind” ist eine neue Sendung mit der ehemaligen Video-Podcasterin (Ehrensenf) Katrin Bauerfeind auf 3Sat. Unter dem Titel “Popkulturmagazin” wird hier schon mal Twitter zum Thema und auch der “Elektrische Reporter” von Mario Sixtus hat nun im ZDF ein zu Hause gefunden. Die öffentlich-rechtliche gehen also nicht nur ins Internet, sie nehmen es auch auf. Vielleicht nicht immer ganz authentisch – manchmal ist es schon ein wenig befremdend soziale Netzwerke in Nachrichtensendungen zu sehen – aber mit zunehmender Motivation.

Vielleicht waren das jetzt nicht alle Seiten der Medaille, vielleicht habe ich etwas vergessen, aber: Das musste einfach mal gesagt haben, bevor ich bald den nächsten Beitrag über zu hohe Gebühren oder schreckliches Programm lese.

Dschungelcamp – Ich bin ein Fake, holt mir hier raus!

Weil es gerade wieder aktuell ist …

http://youtube.com/watch?v=HoZyf_ork9w

TV Total – Stefan Raab feat. Sarah Connor (Christmas-Songs)

Video auf YouTube ansehen

Deutsche Geschichte: Fernsehverbrechen

Liegt schon länger in den zu bearbeitenden Lesezeichen … eine “Dokumentation” aus dem Jahr 2007 zur Debatte über Qualität im Fernsehen, auch wenn Marcel Reich-Ranicki schon fast wieder vergessen ist.

Video auf YouTube ansehen

[Direktfernsehen]

Hat Tokio Hotel sich aufgelöst?

Nein, nur so ähnlich … hach, die emotionalen und psychosozialen Folgen von TV-Konsum. Wären sie etwas älter könnte es sich auch um hysterische McCain-Anhänger handeln, oder?

Video auf YouTube ansehen

[Direktkreisch] [via]

metalinks am 14. August 2008

Lesezeichen vom 11. August 2008 bis zum 14. August 2008:

Dokumentationen via Youtube vermarkten – Journeyman Pictures

Mark Stucke ist TV-Produzent aus London. Er reist um die Welt und fängt mit seiner Kamera Geschichten ein, die meist mit aktuellem Weltgeschehen verbunden sind. Fast könnte man jetzt denken, klar ein klassischer Filmemacher, doch seine Dokumentationen sendet er nicht an große Fernsehstationen, er veröffentlicht sie mit seiner Firma “Journeyman Pictures” im Internet. Auf Youtube etwa hat er über 3.000 seiner professionell produzierten Sendungen, die zwischen acht und 20 Minuten lang sind, online gestellt. Auch diese erreichte Aufmerksamkeit hilft Stucke wohl dabei, seine Arbeiten über seine Website erfolgreich zu vermarkten und zu verkaufen. Ob ein Blick in einen New Yorker Gitarrenladen, zu einem alternden Lichtdesigner in Paris oder wie die Olympischen Spiele sich im Pekinger Alltag auswirken, es lohnt sich Mark Stuckes Werken ein paar Minuten zu schenken.

Starlight Express – Berichterstattung 1988

TV-Browser in Version 2.7 erschienen

TV-Browser ist eine der erfolgreichsten, wenn nicht die OpenSource-Lösung, wenn es um das tägliche Fernsehprogramm geht. Nach längerer Entwicklung ist heute die Version 2.7 der Software erschienen und glänzt nun unter anderem mit folgenden neuen Features:

  • erweitertes Senderangebot und verbesserter Datendownload
  • überarbeitete Bedienoberfläche
  • erweiterte Programminformationen

Die neue Version steht seit heute zum Herunterladen bereit.

Stefan Raab feat. Will Smith