Dokumentationen via Youtube vermarkten – Journeyman Pictures

Mark Stucke ist TV-Produzent aus London. Er reist um die Welt und fängt mit seiner Kamera Geschichten ein, die meist mit aktuellem Weltgeschehen verbunden sind. Fast könnte man jetzt denken, klar ein klassischer Filmemacher, doch seine Dokumentationen sendet er nicht an große Fernsehstationen, er veröffentlicht sie mit seiner Firma “Journeyman Pictures” im Internet. Auf Youtube etwa hat er über 3.000 seiner professionell produzierten Sendungen, die zwischen acht und 20 Minuten lang sind, online gestellt. Auch diese erreichte Aufmerksamkeit hilft Stucke wohl dabei, seine Arbeiten über seine Website erfolgreich zu vermarkten und zu verkaufen. Ob ein Blick in einen New Yorker Gitarrenladen, zu einem alternden Lichtdesigner in Paris oder wie die Olympischen Spiele sich im Pekinger Alltag auswirken, es lohnt sich Mark Stuckes Werken ein paar Minuten zu schenken.

TV-Browser in Version 2.7 erschienen

TV-Browser ist eine der erfolgreichsten, wenn nicht die OpenSource-Lösung, wenn es um das tägliche Fernsehprogramm geht. Nach längerer Entwicklung ist heute die Version 2.7 der Software erschienen und glänzt nun unter anderem mit folgenden neuen Features:

  • erweitertes Senderangebot und verbesserter Datendownload
  • überarbeitete Bedienoberfläche
  • erweiterte Programminformationen

Die neue Version steht seit heute zum Herunterladen bereit.

metalinks am 28. Mai 2008

Lesezeichen vom 25. Mai 2008 bis zum 28. Mai 2008:

metalinks am 24. Mai 2008

Lesezeichen vom 23. Mai 2008 bis zum 24. Mai 2008:

ProSiebenSat.1 übernimmt soziales Netzwerk lokalisten.de

Im Mai 2005 entstand das Portal lokalisten.de und die Gründer des sozialen Netzwerks dürfen sich nun über einen gewaltigen Betrag freuen: Für 25 Millionen soll die ProSiebenSat.1-Gruppe alleiniger Eigentümer der Plattform werden. Nach RTL steigt so nun auch die Sendergruppe aus München in den Kampf um Zielgruppen innerhalb “neuer Medienformen” ein. (via)

Das Erste und Dritte Programme starten Mediathek

20080511_mediathek_das_ersteSchon längere Zeit produziert Das Erste die Tagesschau in 100 Sekunden für sein Internetangebot. Nun folgt die ARD dem ZDF und bietet eine Mediathek an. Im Moment wird die Plattform als Testversion angeboten. Dabei glänzt die Mediathek bisher vor allem durch einen großen Fundus an aktuellen Audiobeiträgen der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender. In der Mediathek von Das Erste sind bereits einige Sendungen abrufbar. Die Serie “Sturm der Liebe” ist zwar außerhalb meines Geschmacks, lässt sich aber fortan für sieben Tage nach der Ausstrahlung im Netz ansehen. Im Allgemeinen freut es mich, dass das Angebot im Gegensatz zum ZDF-Gegenstück ohne ein Pop-Up auskommt. Außerdem wird scheinbar sehr viel Flash genutzt.

Ein bisschen nutzerunfreundlich ist dabei, dass viele Videos in verschiedenen Formaten angeboten werden. WMA, Quicktime und Flash habe ich bisher entdeckt. Der Sinn erschließt sich mir nicht ganz, der Grund liegt wohl darin, dass die bestehenden Videoinhalte von daserste.de bzw. ard.de in die Mediathek eingefügt werden und bisher wohl mit verschiedenen Formaten an verschiedenen Stellen gearbeitet wurde. Immerhin: Nirgendwo steht “Beta” und das Ganze ist valides XHTML.

Scheibenwischer verliert weiteres Blatt

Der “Scheibenwischer”, eine der wohl bekanntesten Politsatiresendungen im deutschen Fernsehen, wird ein weiteres “Blatt” verlieren. Wie DWDL berichtet wird Bruno Jonas Ende 2008 die TV-Kabarettisten verlassen. Schade, Schade …

Die Krux der öffentlich-rechtlichen Onlinemedien

Das das Prinzip der Subsidiarität auch in der Medienlandschaft gelten soll kann ich ja verstehen, aber deshalb das Onlineangebot öffentlich-rechtlicher Medien zu beschränken widerstrebt mir. Wie schon vor ein paar Tagen kurz erwähnt gibt es derzeit eine Diskussion über den neuen Rundfunkstaatsvertrag, der die Rechte und Pflichten der Sendeanstalten ARD und ZDF regelt. So fordern Verleger eine Sieben-Tage-Frist für Beiträge auf Seiten wie tagesschau.de. Wofür bezahl ich denn dann brav meine Gebühren, wenn Politiker am Ende festlegen, dass die von mir benutzten Produkte unzulässig sind?

Zattoo – Das echte Überallfernsehen bringt Fernsehprogramm mobil

Vor kurzem bin ich über Zattoo gestolpert, eine Fernsehempfangssoftware, die seit Dezember 2006 von der Universität Michigan und der eigens gegründeten Zattoo Inc. in der Schweiz und den USA entwickelt wird. Diese verfügen über landesgebundene Lizenzen. Zattoo überprüft dann per Geo-Targeting, in welchem Land sich der Nutzer befindet. Derzeit gibt es Sender beispielsweise in Dänemark, Spanien, Frankreich und England. Seit dem 1. April stehen nun die öffentlich-rechtlichen Sender für die Nutzer in Deutschland zur Verfügung.

Die Empfangsqualität

Die Qualität der Bilder ist – besonders im Vollbildmodus – nicht mit einem Empfang des Senders etwa über einen mobilen Digitalfernsehempfänger zu vergleichen. Dafür hat der Nutzer wirklich überall – vorrausgesetzt ein Internetzugang besteht – die Möglichkeit das Fernsehprogramm zu empfangen. Mit einem 54 MBit/s-WLAN-Empfang hatte ich im Test einen störungsfreien Empfang, was bedeutet, dass eine einfache WLAN-Verbindung jetzt überall Fernsehvergnügen bereiten kann.

Die Sender

Wie gesagt, seit dem 1. April 2008 gibt es die öffentlich-rechtlichen Sender im Angebot für Nutzer in Deutschland. Darunter sind neben Das Erste und ZDF neben den dritten Programmen auch die Sender ZDF infokanal oder Eins Extra, die sonst z.B. einen digitalen Kabelanschluss vorraussetzen. Die Rundfunkanstalten haben mit Zattoo eine einjährige Testphase vereinbart. Außerdem kommt der Zuschauer in Genuß der Musiksender MTV und VIVA, sowie Comedy Central und CNN. Nützlich ist in jedem Fall die – noch nicht ganz ausgereifte – Programmübersicht, die auf einen Blick die aktuellen und kommenden Sendungen zeigt.

Zwar ist Zattoo noch in öffentlicher Beta-Phase, aber spätestens die Übertragung der Fußball-Europameisterschaft 2008 könnte es interessant machen.

Update 15:46: Passend dazu die Kritik der ARD an Beschränkungen im Online-Angebot durch den neuen Rundfunkstaatsvertrag.

Peter Kloeppel über Marathon, Bruce Darnell und Switch

Michael Reufsteck vom Fernsehlexikon hat für seinen Podcast RTL-Anchorman Peter Kloeppel ans Telefon bekommen. Ein kurzweiliges Hörvergnügen.