Kultur von Kindern – Kultur für Kinder

Was ein weiter Kulturbegriff bedeuten kann, wird schon in den einleitenden Worten des Artikels Kultur ist für mich…Kinderkultur – Kultur der Kinder von Helen Knauf deutlich:

Das Außengelände einer Kita. Drei Kinder haben sich an einem weitverzweigten Baum hochgehangelt und sitzen nun mit gutem Überblick etwa 2 Meter über dem Boden. Ab und an stecken sie die Köpfe zusammen oder rufen den sich nähernden anderen Kindern Befehle zu. In ihren Taschen stecken verknitterte kleine Hefte aus Tonkarton, deren Inhalt nur eingeweihte verstehen können. Es sind ihre Mitgliedsausweise für eine geheime Bande.

Im weiteren Text differenziert die Autorin zwischen Kultur für und Kultur von Kindern. Kulturelle Angebote also, die die Kinder als Adressaten Ernst nehmen. Und Kultur in denen Kinder selbst die „Rolle der eigenständig Gestaltenden, Machenden, Formenden“ einnehmen und somit eine „Kultur der Kinder“ schaffen. Müssten wir dann nicht beginnen, nicht nur in, durch und mit den Künsten die Kultur der Kinder (BKJ) zu sehen, sondern beispielsweise auch in deren intuitiver Nutzung von audiovisuellen Endgeräten?

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